Passkontrolle…Pässe satt (Tag 3/Teil 2)
Der Umbrailpass fährt sich richtig angenehm…Obwohl er ein Stück aus Schotter besitzt, und für unsere Motorräder eigentlich nicht so wirklich geeignet ist…
Um so mehr Spaß macht es und bestätigt mich darin, daß das nächste Motorrad eine Reiseenduro wird
…

Wir fahren weiter nördlich zum Reschensee mit seiner versoffenen Kirche, die mittlerweile auch schön vom Rest des Sees abgetrennt ist, um die Katastrophe von damals touristisch festzunageln
…

Leider aber bemerkt mein Kumpelchen jetzt, daß sein Bremssattel klemmt und ständig schleift mittlerweile…
Scheisse…und das grad jetzt in den Alpen…
Und ab jetzt wird dieses blöde Ding ständig gängig gehalten bis zum Ende der Tour mit der Hoffnung das die olle Bremse nicht komplett blockiert…

Ab sofort fahren wir richtig vernünftig um die Tour nicht zu gefährden…
Wir fahren jetzt über den Reschenpass, der wirklich schön ist und zur Hälfte aus in die Wand gebauten Tunneln und jeder Menge Kurven besteht…
Die seitliche Sicht zur gegenüber liegenden Gebirgswand ist auch ein Augenschmaus…
Nach einer kleinen Mittagspause, mit abruptem Ende vor der nahenden Regenwand, fahren wir nun noch weiter nördlich Richtung Landeck zur Piller Höhe…
Erst dachte ich, mein Navi verarscht mich wieder und will mir wieder irgendwas touristisch interessantes zeigen…Aber dem war nicht so…
Die Pillerhöhe war ein Traum von Höhenstrasse…mit ihren Kurven, Anstiegen und atemberaubenden Sichten von oben herab und über die gesamte Gebirgsregion…
Boah ey.. ![]()


Immer wieder mal mit nem kurzen Tritt vor die Bremsscheibe wird geprüft ob die Kolben wieder festsitzen…aber es geht einigermaßen…
Wir fahren nun der Regenwand entkommen, bei herrlichstem Wetter durchs wirklich schöne Oetztal…Zu unseren Seiten nur Berge und Flüsschen…
Jeh höher man kommt, umso toller werden die Farben der Gebirgsbäche und Seen…
Dieses tolle Türkis kann man wirklich nur in der Nähe von Gletschern sehen…
Nächstes und letztes Ziel für heute ist der Timmelsjoch…
Wir entrichten natürlich den Österreichischen Wegelagerern unsere Maut zur Überfahrt, und düsen zum Gipel…
Ups…hier liegt ja noch ein Haufen Schnee…
Ups…die doofe Regenwand hat sich auf der anderen Seite verkrochen, und krabbelt nun unaufhörlich über die Gipfel…
Ups…wir sehen nicht mehr wirklich viel…
Kaffeepause und auf Besserung hoffen…

Doch das wird nix mehr…Der Wirt will schliessen und sagt so ganz nebenbei…
“Tja..erst kommt der Nebel und dann der Regen”
Grrrr…
Als wir das Gipfelhaus verliessen, bin ich doch glatt an den Motorrädern vorbei gelaufen…
Sichtweite 2-5 Meter…
Aber irgendwie mussten wir ja hier runter…
Also im Schneckentempo nach dem Motto…”Wenns bumst, noch´n Meter” die italienische Serpentinenseite runter….
Da ich keine Ahnung hab, wie die Abfahrt und der Pass auf der jetzigen Südseite eigentlich aussieht, und ich nur die Kurven erfühlt hatte und auch einige Tunnels durchquert hab, hab ich mir jetzt ein Bild ergooglet…

Ich hab ewig gebraucht, um eine Stellung am Helm zu finden, wo ich halbwegs was durchs Visier seh und die Brille nicht richtig nass wird…
Auf halber Strecke dann abwärts, gings aber dann etwas besser und wir steuerten unsere Pension in St. Leonhardt an…
Das Schinken-Käse Omelett war sowas von lecker und die Pulle Wein auch


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Passkontrolle…Pässe satt (Tag 3/Teil 1) « Stumpfi´s Ballaburg said this on 24. September 2011 um 17:06